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Ist Geld wirklich böse?

Geld ist vielleicht ja doch nicht böse – eine kleine Finanzgeschichte

 

Viele Menschen sind der Ansicht, dass andere Leute ungerechtfertigt reich oder wenigstens wohlhabend sind und sie selbst finanziell ungerecht behandelt werden. Denn Vermögen muss entweder geerbt sein, oder aber auf zwielichtigen Wegen verdient worden sein. So zumindest ein weitverbreiteter Irrglaube. Aber was, wenn diese Theorie in Wahrheit gar nicht zutrifft, sondern jeder die Chance hat, ein Vermögen aufzubauen und zu Wohlstand zu kommen? Was, wenn das Einkommen und die soziale Herkunft nicht weiter von Bedeutung sind und man in Wahrheit, wie es so schön heißt, seines persönlichen Glückes Schmied ist?
Das kann nicht sein? Vielleicht ja doch!

Wer aus gesellschaftlichen Randgruppen stammt, oder wessen Familie nie wohlhabend war, wird seit früher Kindheit eine sehr negative Verbindung zu monetären Dingen haben, da es immer in Verbindung mit Problemen ins eigene Leben trat. Denn das Einkommen ist knapp und Rechnungen müssen dennoch bezahlt werden. Es drohen schlimme Konsequenzen. Die Eltern arbeiten hart und kommen dennoch kaum durch den Monat.
Und die Reichen? Ja, die haben leicht reden! Denen fliegt der Reichtum nur so zu. Man sieht sie entweder gar nicht arbeiten, oder ab und an im schicken Outfit und mit teurem Auto im Unternehmen vorfahren. Die Reichen haben ein einfaches und sorgenfreies Leben, während alle anderen hart arbeiten und dann auch noch Unmengen an Steuern zu zahlen haben. Die Reichen sind auch hierbei mal wieder im Vorteil, denn sie bezahlen fast keine Steuern und haben die besten Berater, um mit ihren Machenschaften auch noch Erfolg zu haben.
Aber ist das denn wirklich so? Oder macht man es sich mit einer solchen Einstellung zu einfach. Fühlt sich die “Opferrolle” in Wahrheit vielleicht sogar gut an? Ist man vielleicht gar nicht bereit, Geld zu verdienen und die dafür notwendigen Opfer zu bringen? Denn entgegen der Vorurteile wächst Geld leider noch immer nicht auf Bäumen, sondern muss wohl oder über erarbeitet und verdient werden.

Aber wie soll man denn als Arbeiter jemals zu Wohlstand kommen? Mit einem kleinen Monatslohn, der gerade so zum Leben reicht?
Nun gut, es mag den einen oder anderen Fall geben, in dem Sparen oder gar ein Aufbau eines Vermögens beinahe unmöglich scheint. Aber diese Fälle sind nahezu ausgeschlossen.
Betrachtet man einen gewöhnlichen Arbeiter, ganz egal, in welcher Branche oder Beruf er auch arbeitet, so findet man fast immer Muster, die dem Wohlstand entgegenarbeiten. Sei es der tägliche Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, oder die Zigarette in der Pause. “Man gönnt sich ja sonst nichts.” oder “Darauf soll ich auch noch verzichten?” sind dann die meistgehörten Aussagen, wenn man die Betroffenen direkt anspricht. Dass aber genau diese vermeintlichen Kleinigkeiten auf den Monat gerechnet eine enorme Summe ergeben, das wird leider allzu oft einfach ignoriert.

Wer genau diese Kleinbeträge stattdessen Monat für Monat spart und in Fonds oder Aktien investiert, wird bereits nach 10- 20 Jahren ein stolzes Sümmchen sein Eigen nennen dürfen. Nicht selten belaufen sich die Vermögen dann bereits auf über 100.000€!

Einfach nur zu sagen, dass man nie wohlhabend oder reich sein wird, ist ein Zeichen von sehr negativen Glaubenssätzen in Bezug auf monetäre Dinge. Wenn man sein persönliches Denken zu diesem Thema in eine positive Richtung lenken kann, wird man früher oder später immer zu Geld kommen. Einzig und allein die eigene Motivation und das Durchhaltevermögen entscheiden dann über den Kontostand. Wer es sich jedoch leicht machen möchte, der sollte einfach weiterhin sein Einkommen ausgeben wie bisher und es sich im Selbstmitleid gemütlich machen. Denn mit negativen Gedanken wird sich niemals etwas ändern!

Erfolg und Wohlstand sind kein Glück, sondern der Lohn für Disziplin und jahrelange, harte Arbeit.

 

 

 

Text: ULI BECK & TEAM